Le Parpaillon – auf alten Spuren ins Hochgebirge

Heute wartet eine lange Tour: der legendäre Tunnel du Parpaillon. Zunächst folgen wir mit den Bikes dem Flusslauf der Durance, bis wir in La Ribière ins Tal einbiegen und die ersten Höhenmeter sammeln. Ab Crévoux zieht sich eine Schotterstrasse Kehre um Kehre nach oben – bis zum Tunneleingang auf knapp 2400 Metern.

Der Tunnel selbst ist inzwischen mit massiven Betonblöcken verschlossen, zu gefährlich für eine Durchquerung. Zu Fuss steigen wir noch bis zum Bergkamm hinauf, zwischen Le Grand und Le Petit Parpaillon. Von hier aus öffnet sich der Blick ins Tal auf der anderen Seite –einsam und beeindruckend.

Die Abfahrt spiegelt zunächst den Aufstieg, doch nach der Hälfte verlassen wir die Hauptroute. Auf Schotterwegen rollen wir talwärts, bis wir kurz vor Embrun wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.

Ein paar Fakten: Der Tunnel du Parpaillon liegt auf 2.637 Metern Höhe und verbindet das Ubaye-Tal mit der Region Embrun. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus militärischen Gründen gebaut, um den Zugang zum Fort de Tournoux zu sichern, und 1901 fertiggestellt. Mit knapp 500 Metern Länge zählt er zu den eindrucksvollsten Hochgebirgstunneln der Alpen. Seit Juli 2024 ist der Tunnel nach einem Felssturz nicht mehr zugänglich und am südöstlichen Eingang mit Betonblöcken versperrt.

Orre – Torrent des Vachères

Zwischen Embrun und dem Lac de Serre-Ponçon haben wir unsere neue Bleibe gefunden. Mit der zurückgekehrten Herbstsonne starten wir Richtung Les Orres. Im alten Dorf Les Orres folgen wir schmalen Pfaden entlang des Torrent des Vachères.

Unser Ziel kennt keinen Namen auf der Karte: eine Hochebene, umgeben von Bergen, durchzogen von einem Fluss, der sich in natürlichen Kehren über die Ebene schlängelt.

Auf der Rückfahrt machen wir in Les Orres 1650 einen Abstecher zur Source de Jérusalem. Doch entweder ist es die falsche Jahreszeit oder schlicht zu trocken – nur ein dünner Rinnsal tropft über die Felsen. Laut Komoot soll es durchaus schöner sein. Dennoch wartet zum Abschluss ein Highlight: ein flowiger Singletrail und eine Hängebrücke so schmal, dass die Lenker keinen Platz haben und wir unsere Bikes kurzerhand schultern müssen.

Tête du Planay – Niard

Direkt hinter Sallanches, unserem Ausgangspunkt, steigen die Berge steil an – eine Einladung zur Biketour. Die Wege sind fordernd, oft sehr steil, und nach den letzten Regentagen spritzt der Matsch unter den Reifen hervor.

Auf dem Tête de Planay erreichen wir den höchsten Punkt der Tour. Von dort rollen wir in einer großen Schleife auf die gegenüberliegenden Bergseite. Bei der Talfahrt belohnt uns der Weg mit einem kleinen Wasserfall – ein stimmungsvoller Abschluss.

Saas Balen und der Fellsee

Unsere Tour beginnt in Visp und führt uns zunächst auf Mountainbike-Wegen bis nach Stalden. Ab dort sind wir grösstenteils auf der Strasse unterwegs. In Saas-Balen beginnt der Anstieg: Zunächst auf Asphalt, dann auf Schotter und schliesslich auf einem groben Bergweg – insgesamt jedoch gut fahrbar bis zum See.

Die Abfahrt hingegen ist deutlich anspruchsvoller und beinhaltet zahlreiche Schiebe- und Tragepassagen. Ab Saas-Balen folgen wir dann durchgehend der ausgeschilderten MTB-Route – diese ist allerdings nur talwärts markiert.

Gibidum und das Nanztal

Jetzt sind wir nicht Bio unterwegs – daher können wir direkt ab Visp starten. Die erste Etappe endet im Restaurant Gibidum, wo wir eine kleine Herrlichkeit geniessen. Dann gehts weiter auf den Gibidumpass.

Fotospass auf dem Gibidumpass.

Und dann gehts weiter zu Tale durchs schöne Nanztal.

Le Poët-en-Percip – Sommet Est de gravas

Aus unserer Sicht ist diese Rundtour von Buis-les-Baronnies nach Le Poët-en-Percip die Königsetappe in der Region – ein echtes Highlight für alle, die einsame Strassen, spektakuläre Landschaft und sportliche Herausforderungen schätzen.

Die Strecke führt durch eine eindrucksvolle Szenerie aus schroffen Kalkfelsen, Lavendelfeldern und abgelegenen Bergdörfern. Immer wieder eröffnen sich weite Blicke auf die umliegenden Gipfel der Baronnies und bei guter Sicht sogar bis zum Mont Ventoux.

Der Aufstieg nach Le Poët-en-Percip ist fordernd, aber durchweg lohnend – sowohl landschaftlich als auch fahrerisch. Die Abfahrt zurück nach Buis ist kurvig, schnell und macht einfach nur Spass. Dank der Kombination aus verkehrsarmen Strassen, sportlichem Anspruch und mediterraner Landschaft zählt diese Tour für uns zu den schönsten Rundfahrten im südlichen Drôme-Gebiet.

Pierrelongue – Mollans sur Ouvèze – Brantes

Diese abwechslungsreiche MTB-Rundtour starten wir in Buis-les-Baronnies. Auf kleinen Strassen und Naturwegen geht es zunächst nach Pierrelongue, wo die markante Kirche malerisch auf einem Felsen thront.

Die nächste Sehenswürdigkeit bietet Mollans-sur-Ouvèze, ein charmantes Dorf am Rand der Baronnies und der Fluss Ouvèze.

Weiter führt uns die Route zur Gorges du Toulourenc. Die wilde Schlucht mit dem türkisgrünen Flusslauf lohnt sich für eine kurze Pause und einfach zum Geniessen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das historische Dörfchen Brantes mit seinen engen Gassen. Hier geniessen wir eine kleine Gaumenfreude bei Suzette.

Les Dentelles de Montmiral 

Die Dentelles de Montmirail verdanken ihren Namen der zackigen, filigranen Form ihrer Kalksteinwände. Auf unserer Biketour, mit Start und Ziel in Bédoin, sehen wir sie immer wieder von einer anderen Seite. Teils müssen wir aber den Blick besser auf die engen Bergwege halten.

La Roque-Alric: Ein Adlernest in den Dentelles.