San Nicolo und Monzoni

Letzter aktiver Ferientag im Fassatal. Wetter ungewiss, wir starten eine wir-könnten-jederzeit-umkehren-Tour.

Zuerst Muskeln aufwärmen Richtung Pozza die Fassa. Dann biegen wir ins Val San Nicolo ab und erarbeiten uns gemütlich die Höhenmeter ins Tal.

Da es hier eine Navette gibt, verpflegen wir uns etwas abseits von der Baita alla Cascate, der Hütte beim Wasserfall.

Am Mittag werden wir ordentlich umschwärmt….

Auf dem schottrigen Talweg bietet sich uns einmal mehr eine herrliche Aussicht.

Das Wetter zeigt sich gefügig und so biegen wir noch ins Tal Monzoni ab und gönnen uns in der Baita Monzoni vor der Tal- und Rückfahrt nach Campitello ein kühles Schäumchen…

La Mandra

Heute ist eine Überquerung auf Programm. Wir starten in Campitello in Richtung Pozza di Fassa. Kurz vorher, in Pera, biegen wir links bergwärts ab. Muskelkraft ist auch hier gefragt, wir sind nicht unglücklich, dass der erste Anstieg waldig und somit beschattet ist.

Wir arbeiten uns hoch, asketisch vorbei an der ersten Rifugio, wo die E-Biker bereits Batterie und/oder Bäuche am tanken sind.

Der Schotterweg ist zum grössten Teil fahrbar, ein paar ganz steile Passagen müssen wir „lieben und schieben“.

Sicht auf das letzte Wegstück, wir haben bereits den Sela dal Brunéch auf 2428 m erreicht.

Sicht auf die andere Talseite.

Nun haben auch wir uns ein alkoholfreies Bierchen gegönnt und machen uns auf den Weg talwärts, nach Alba. Von hier aus haben wir einmal mehr eine herrliche Aussicht auf das Sellamassiv.

Seitentälertour

„Chunnts oder chunnts nid. U wenn doch: wenn?“

Auf keine Wetter-App ist Verlass, sie widersprechen sich von „leicht bewölkt“ bis „Gewitter ab 13 Uhr“.

Wir starten zurückhaltend mutig. Zuerst Höhe gewinnen über Campitello, unserem Camping-Home. Dann die Strasse ins Val Duron überqueren und weiter Richtung Campestrin.

Etwas mehr Wolken, das nächste Seitental ist das Val de Udai. Schier überhängend der Weg, was uns bei den Wanderern erneut Komplimente einbringt, weil „senza motori“ unterwegs.

Es sonnt wieder etwas, wir fahren weiter Richtung Val Vaiolet.

Wir überqueren dieses und nehmen den letzten harten Aufstieg nach Ciampedie in Angriff.

Herrlich, die Aussicht auf Ciampedie auf den Rosengarten.

Jetzt wirds aber ernst mit den Gewitterwolken. Wir brausen den holperigen Weg hinunter und fahren auf dem Talweg zurück nach Campitello.

Sassolungo und die Gewitterfront im Rücken

Es kommt auf die Wetter-App an um welche Zeit, aber einig sind sie sich: ein Gewitter wird kommen. Also brechen wir früh am Morgen auf und fahren mit dem Auto auf den Passo di Sella.

Ungewohnt für uns, dass wir die Bergbahn nehmen, aber heute geht es un das Erlebnis. Kein Anstehen um diese Zeit, nur die Kreditkarte für zwei Erwachsene Bergfahrt ordentlich belasten und los gehts.

Zwei Personen pro Gondel, am Boden markiert wo Person 1 und Person 2 zu stehen haben.

Ungebremst kommt Gondel 53 auf uns zu, ein Mann reisst die Türe auf, beide Männer schupsen uns im Takt rein und dann fliegen wir gefühlt sanft über den Boden zu Berge.

Nur bei den Gondelständern werden wir sanft aber bestimmt durchgerüttelt.

Oben ein ähnliches Spiel beim Verlassen der Bahn. Zack, zerr, rumps und draussen sind wir. Die Bahn wir manuell nur verlangsamt, wenn man klar und deutlich gekrümmt am Stock geht. Wir haben aber weder gekrümmt Bestockte gesehen noch ein Verlangsamen wahrgenommen. Ein Erlebnis, der Preis ist es Wert.

Schnell einen kleinen Espresso, so einen Richtigen, auch auf 2685 Höhenmetern. Dann gehts los. Durch die Scharte pfeift ein kühler Wind. Wir müssen uns noch kurz warm einpacken.

Und dann folgen wir den Markierungen im brüchigen Kalkgestein.

Die Aussicht durch die Scharte ist überwältigend.

Wir wandern und rutschen den teils steilen Weg durch den Sasso Lungo und Sasso Platto. Immer wieder ein Blick zurück auf die schöne Bergwelt werfend.

Bei der Weggabelung kann man entscheiden, um welchen Sasso man wandern will. Wir blicken nach Links, geniessen kurz das Wahrzeichen der Seiseralm, den Schlern.

Und dann umwandern wir rechter Hand den Sasso Lungo, bis wir wieder auf den Passo di Sella gelangen. Und bereits ist der erste Donner zu hören.

Königstour um den Plattkofel und Langkofel

Wir starten in Campitello und fahren auf der Passstrasse aufs Sellajoch. Das sind die einfacheren Höhenmeter an diesem Tag.

Auf dem Sellajoch haben wir bei schönster Sonne einen herrlichen Ausblick auf den Plattkofel und den Langkofel. Diese werden wir heute umrunden.

Legendär ist die Sassolungo-Bahn für zwei Personen mit Stehplätzen. Im Bild auch noch die steinerne Stadt – die markanten Steine hinter den Tannen.

Ein ordentliches Stück Arbeit ist bereits getan – wir sehen den Langkofel bereits von der Seite. Aber der Weg ist noch weit.

Und ein Blick zurück auf das Sellamassiv.

Hinter dem Langkofel erblicken wir von Weitem das Wahrzeichen der Seiseralm: der Schlern.

Und zur rechten Seite sehen wir ins Val Gardena.

Jetzt sind wir direkt hinter (oder ja nach Sichtweise vor…) dem Langkofel und Plattkofel.

Nun folgt der Anstieg auf den Duronpass – wir müssen wieder auf die andere Bergseite gelangen.

Geschafft: Passo Duron.

Nun folgt das Suplément des Tages: die steile Talfahrt durchs schöne Val Duron zurück nach Campitello. 44km und über 1500 Höhenmeter mit prächtiger Aussicht sind geschafft.

Val de Vaiolét und der Rosengarten

Heute fahren wir die ersten Kilometer abwärts, Richtung Mazin, wo uns die erste Rampe auf Schotterweg erwartet. Dann folgt ein Stück Teerstrasse, und schon fast entspannt, mit nur wenig Steigung.

Bis ins Val de Vaiolét wird es doch noch streng, da eine wetterbedingte Umleitung durch teils tiefen Schotter führt.

Geschafft, der Blick ins Tal ist herrlich.

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es weiter auf Ciampedi.

Von hier aus ist die Sicht auf die Rosengartengruppe einfach überwältigend.

Rechter Hand ist auch das Sellamassiv zu bewundern.

Hinunter fahren wir zum grössten Teil eine Skipiste, bis nach Pozza di Fassa und dann wieder nach Campitello hinauf.

Val Duron und die Rifugio Tires

Mitten in Campitello findet sich der Einstieg ins Val Duron.

Los gehts. Auch ein Taxidienst gibt es für die ersten happigen Höhenmeter. Selbstverständlich trampen wir mit eigener Kraft.

Auf der Hochebene und mitten im Val Duron sehen wir weit hinten unser Tagesziel…

Auf die Höhe dieser Zipfelchen müssen wir noch.

Oben sind wir. Mit Blick auf die Rifugio Alpe di Tires.

Ein Blick zurück auf unsere „Arbeit“.

Die haben es gut. Immer schön die Füsse kühlen….

Val Contrin – ein Kraftakt

Der blaue Himmel hetzt uns aus dem wohligen Campingbett.

Wir starten in Richtung Canazei, weiter nach Alba-Penia, wo die markierte Tour 910 ins Val di Contrei startet.

Die ersten Meter ins Tal müssen verdient werden, der Weg ist enorm steil. Wir werden von den Wanderer ordentlich gelobt, weil wir inzwischen zur seltenen Spezies der “senza motori” gehören. Zitat eines kleines Buben „Mama, guarda…. senza…!“

Nach ein paar eher flachen Kilometern im Tal, geht es nun noch steiler als zu Beginn zur Rifugio Contrei hinauf.

Belohnt werden wir mit den höchsten Spitzen der Marmolada-Gruppe.