Sassolungo und die Gewitterfront im Rücken

Es kommt auf die Wetter-App an um welche Zeit, aber einig sind sie sich: ein Gewitter wird kommen. Also brechen wir früh am Morgen auf und fahren mit dem Auto auf den Passo di Sella.

Ungewohnt für uns, dass wir die Bergbahn nehmen, aber heute geht es un das Erlebnis. Kein Anstehen um diese Zeit, nur die Kreditkarte für zwei Erwachsene Bergfahrt ordentlich belasten und los gehts.

Zwei Personen pro Gondel, am Boden markiert wo Person 1 und Person 2 zu stehen haben.

Ungebremst kommt Gondel 53 auf uns zu, ein Mann reisst die Türe auf, beide Männer schupsen uns im Takt rein und dann fliegen wir gefühlt sanft über den Boden zu Berge.

Nur bei den Gondelständern werden wir sanft aber bestimmt durchgerüttelt.

Oben ein ähnliches Spiel beim Verlassen der Bahn. Zack, zerr, rumps und draussen sind wir. Die Bahn wir manuell nur verlangsamt, wenn man klar und deutlich gekrümmt am Stock geht. Wir haben aber weder gekrümmt Bestockte gesehen noch ein Verlangsamen wahrgenommen. Ein Erlebnis, der Preis ist es Wert.

Schnell einen kleinen Espresso, so einen Richtigen, auch auf 2685 Höhenmetern. Dann gehts los. Durch die Scharte pfeift ein kühler Wind. Wir müssen uns noch kurz warm einpacken.

Und dann folgen wir den Markierungen im brüchigen Kalkgestein.

Die Aussicht durch die Scharte ist überwältigend.

Wir wandern und rutschen den teils steilen Weg durch den Sasso Lungo und Sasso Platto. Immer wieder ein Blick zurück auf die schöne Bergwelt werfend.

Bei der Weggabelung kann man entscheiden, um welchen Sasso man wandern will. Wir blicken nach Links, geniessen kurz das Wahrzeichen der Seiseralm, den Schlern.

Und dann umwandern wir rechter Hand den Sasso Lungo, bis wir wieder auf den Passo di Sella gelangen. Und bereits ist der erste Donner zu hören.

Benvenuto in Trentino

Wir sind da. Campitello di Fasso, auf dem wunderbaren Camping Miravalle.

Noch zeigt sich die Sonne zögerlich, verspricht aber bereits das beste für den morgigen Tag.

So wandern wir erst mal auf den Hausberg, den Col Rodello.

Zur linken Seite der Plattkofel und Langkofel.

Zur rechten Seite die gewaltige Sellagruppe.

Südrampe via Hängebrücke

Die Südrampe von Hohtenn nach Brig oder umgekehrt ist schon vielerorts beschrieben. Was oft übersehen wird ist der Abzweiger via Hängebrücke, ausgeschildert als „steiler Weg, nur für Schwindelfreie“.

Der Abstieg (via Hohtenn) führt durch malerische alte Hütten, dann folgen wir einer Suone.

Felsbänkli oberhalb der Suone.

Bei diesem Tunneldurchgang gibts einen Lichtschalter.

Dann gehts über Leitern hoch…

… und da ist die Hängebrücke.

Brücke über das Bietschtal.

Der alte Weg führt immer mal wieder durch einen kurzen Tunnel.

Ruhepause für Arni… Pfötchen müssen auskühlen vom vielen wandern.

Malerische Passage kurz vor Ausserberg.

Gorge du Trient

Regen droht. Gut geschützt starten wir in Vernayaz und erklimmen rasch die ersten Höhenmeter auf einem wunderbar alten Weg.

Bald erreichen wir Gueuroz mit den malerischen kleinen Holzhäusern mit zierlichen Gärtchen.

Weiter gehts Richtung la Crêta.

Bei diesem Wegweiser folgen wir dem Weg nach Le Trétien.

Da wir dazu die Schlucht überqueren müssen, führt der Weg steil und immer steiler hinunter.

Schlucht erreicht, das ist der Fluss Trient.

Auf der anderen Seite geht wieder ca. 300 Höhenmeter steil hinauf.

In Le Trétien setzt ein eher hartnäckiger Regen ein und so nehmen wir den Mont-Blanc-Express zurück nach Vernayaz.

Eingedampft zu Tale fahren…

Champéry und die Galerie Défago

Auffahrt – wer kein Risiko eingeht reserviert vor der Wetterprognose. Wir haben unsere Campingplatz in Martigny längst gebucht und sehen bei der Ankunft unsere These bestätigt.

Der Platz ist gut gelegen und sonnig. Wir sind etwas sehr in Schräglage, weil der Boden nicht so eben ist – aber irgendwann zeigt auch die Wasserwaage ein befriedigendes Ergebnis an.

Die Sonne ist schon über dem höchsten Stand, es reicht noch für eine kleinere Tour. Wir fahren nach Champéry. Auf der anderen Talseite vermuten wir einen Weg im Felsen. Das müssen wir uns etwas genauer ansehen.

Zuerst wandern wir nach Grand Paradies und von dort nach les Rives und voilà: der Einstieg in die Galerie Défago.

Auf der Rückfahrt bewundern wir den Dent du Salatin.

… wandern macht hungrig. Bis auf das letzte Reiskorn wird alles weggefegt.

Das herrliche Panorama vom Mont d‘Or

Wir starten in Vallorbe. Parkieren kann man entlang dem Fluss oder auf dem grossen Parkplatz in Richtung «P – Manifestation» – mir scheint, das Schild sei immer da, ein Fest haben wir noch nie erlebt…

Los gehts in Richtung Bahnhof. Von hier aus ist der Weg offiziell ausgeschildert.

Oben angekommen, ist die Sicht auf die «Falaises Mont d’Or» überwältigend.

Etwas im Dunst, aber gut erkennbar: der Lac de Saint-Point.

Auf dem Mont’Or… nein, nicht ein Tinguely-Kunstwert, sondern einen nicht ganz vertrauenserweckenden Doppel-Skilift, Modell «de France».

Keiner zu klein, dabei zu sein. Der Obertrippler, Arni Plüsch, fehlt auch heute nicht.

Lange Ohren und Saisonstart

Die Hasen haben wohl auch nicht gerne kalte Ohren und haben das schönste Wetter ins Wallis bestellt. Den Anker werfen wir einmal mehr im Camping-Mühleye in Visp aus und noch bevor die Kaffeekanne ausgekühlt ist, starten wir umgehend die erste Tour.

Wir folgen der Strasse Richtung Bürchen – Moosalp. Der Hinweis «Geschlossen» beim Strassenschild Moosalp gibt uns etwas zu denken…

Da der Schnee wirklich noch seeeehr tief liegt, wählen wir anstelle der Strasse in die Moosalp die Strasse nach Zeneggen. Wir sind etwas überrascht über den Hinweis «Nur für Pistenfahrzeuge». Wir wissen umgehend warum und fahren – vermischt mit rutschen – nach Zeneggen.

Tag zwei. Der Wind ist etwas kühler, der Himmel immer noch herrlich blau und in der Sonne ist es richtig warm. Los gehts in Richtung Eggenberg und weiter auf dem Suonenweg Richtung Ze Steinu.

Achtung Steinschlag!

Sonnig warm und breitwegig trailen wir ins Tal.

Herrliche Tunnels säumen den Weg.

Kleinere und grössere Wasserfälle laden zum Bewundern ein.

Zu dieser überhängenen Wegverbindung gibt es gottlob noch eine sichere Umgehung durch einen kurzen Tunnel.

Der weitere Weg ist einmal breiter, schmaler, sicherer oder überhängiger.

Der Blick ins Baltschiedertal ist jederzeit überwältigend.

Tag drei. Heute ziehen wir uns noch etwas wärmer an und trampen nach Visperterminen. Hinunter gehts über den Endurotrail.

Zwischenhalt mit Stabilitätstraining. Wir haben schliesslich Physio-Arpagaus dabei…

Tag vier. Nochmals etwas wärmer anziehen. Die Schneedrohungen senden Vorboten… Rauf nach Zeneggen und nochmals den Rebenweg hinunterbrettern.

Ausklang und geniessen auf dem Camping.

Das waren wunderbare Ostern. Der Schnee kann jetzt kommen. Die Hasen haben ihre Arbeit jetzt auch getan.

Gorges de la Jogne

Kurz nach Broc starten wir unsere Tour durch die Gorges de la Jogne. Blauer Himmel, etwas kalt, der Boden noch gefroren und an nassen Stellen entsprechend sch….glatt. Aber nur zu Beginn. Schon bald gelangen wir zum Eingang der Schlucht, eine Art Mini-Aareschucht.

Sofort wird zum ersten Fotoshooting aufgerufen…

Am Eingang der Schlucht zögern wir kurz – Männer mit Hut dürfen nicht durch. Warum nicht? Keine Ahnung. Wir tragen Mützen und gehen weiter.

Bereits auf den ersten Metern geniessen wir schöne Aussichten und unendlich lange Holzbrücken über unwegigen Felsbröcken.

Am Ende der Schlucht lacht uns die Sonne entgegen.

Wir wandern um den Lac de Montsalvens, gönnen uns einen Take-away-Kafi in Charmey und geniessen auf dem Rückweg nochmals die Schlucht und stützen die Felsen ab.

Nochmals Kaffe beim Auto… seit der Seuchenzeit haben wir immer eine Kanne dabei.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen Tourist-Trip nach Gruyères und shoppen bundesrätlich maskiert herrlichen Käse.